Aus allen Apostelbereichen in Süddeutschland und aus angrenzenden Gebietskirchen kamen die Gottesdienstteilnehmer. Viele von ihnen versammelten sich schon lange vor Gottesdienstbeginn in der Kirche in der Ringstraße 8, um an der Chor- oder Orchester-probe dabei zu sein, die am Sonntagmorgen anberaumt war. Mit ansprechenden Musikbeiträgen gestalteten sie dann den Gottesdienst musikalisch
mit.

In Erwartung von Pfingsten

Der Predigt legte der Bischof Kapitel 16, Vers 7 aus dem Johannes-Evangelium zugrunde; dieses Bibelwort ist aus den Abschiedsreden Jesu Christi vor seiner Himmelfahrt: „Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.“ Jesus Christus sprach in diesem Zusammenhang über die Sendung des Heiligen Geistes als Tröster, Beistand und Begleiter, die sich bald darauf an Pfingsten in Jerusalem ereignete.

Vom Heiligen Geist inspiriert, bereiten die Apostel die Glaubenden auf das verheißene Wiederkommen Jesu Christi vor. So ist das Gedenken an das Pfingstfest damals für neuapostolische Christen auch verknüpft mit der Erwartung dieses Heilsereignisses. Es war ein Kernpunkt in der Predigt des Bischofs, dass die Glaubenden ähnlich wie die Jünger damals, die auf die Ausgießung des Heiligen Geistes warteten, heute hoffnungsfroh auf Jesu Christi Wiederkommen warten.
Der Bischof wies im Verlauf der Predigt auch darauf hin, dass es in Singen/Hohentwiel die sogenannte „Hohe Burg“ gebe, von der es heißt, in früherer Zeit habe jeder, der dorthin aufgestiegen sei, einen Stein mit nach oben genommen. Die Steine hätten zur Festigung der Burg gedient. Dies nahm er als ein Bild für die Gemeinde, die ihre Lasten, Sorgen und Anliegen „auf den Altar legen“ könne und dann erleben dürfe, dass Glaube und Gottvertrauen gefestigt würden und sie gestärkt, mit neuem Mut und neuer Kraft weitergehen könne.

Um einen Predigtbeitrag bat der Bischof Bezirksevangelist Adolf Stöhr aus dem Kirchenbezirk Tuttlingen sowie Bezirksevangelist Heribert Sterr-Kölln aus dem Kirchenbezirk Freiburg/Offenburg.
Nach dem Gottesdienst wurde für alle ein Mittagessen angeboten und es gab Kaffee und Kuchen. Die Verköstigung hatte ein Team aus der Gemeinde übernommen.

Am Nachmittag stand ein Offenes Singen und Musizieren – unter Mitwirken des Singles-Chores Süddeutschland (über 100 Sängerinnen und Sänger), des Orchesters, der Orgel sowie einem Solisten-Quartett – auf dem Programm, an dem sich viele der Gottesdienstbesucher gerne beteiligten. Und natürlich bestand, wie in den Vorjahren, ausgiebig Gelegenheit zu Gesprächen.

Viel Freude in der Gemeinschaft

Da es der Sonntag nach Christi Himmelfahrt war, nutzten viele Singles das verlängerte Wochenende und sonnige Wetter zu gemeinsamen Unternehmungen. Sie verbrachten schöne Tage der Gemeinschaft beim „Singles-Wochenende am Bodensee“, wo die meisten von ihnen in Überlingen übernachteten. Die Organisatoren hatten verschiedene Angebote für sie ausgewählt, zum Beispiel den Besuch der „Blumeninsel“ Mainau oder des Drehorgelmuseums in Überlingen, eine Rundwanderung bei Sipplingen und ein Gang durch das archäologische Pfahlbau-Freilichtmuseum in Uhldingen, wo die Gruppe rekonstruierte prähistorische Pfahlbauten besichtigte (die Pfahlbau-Fundstellen sind Weltkulturerbe).
„Wir haben ein wunderschönes Wochenende am Bodensee erlebt“, berichteten Teilnehmer. Sie freuten sich insbesondere auch über die gemeinsame Gottesdienstfeier und das Offene Singen. „Es stärkt die Gemeinschaft, wirkt viel Segen und wir hatten große Freude, die wir mitnehmen und woraus wir Kraft schöpfen für unseren Glauben und unser tägliches Leben.“

http://www.nak-sued.de/meldungen/news/singles-treffen-in-singen/


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